Nur drei Tage

Mohammads Bruder Abdul geht jetzt in die 6. Klasse.

„Erst klingelte das Telefon. Dann rannten alle durcheinander, packten Taschen, suchten Sachen.“ Während Abdul sich erinnert, wiegt sein kleiner Körper bedächtig hin und her.

Es war der 2. Januar und es war die libanesische Botschaft, die anrief. Das Visum ist da. Die Familie darf zu Mohammad, dem ältesten Sohn, nach Deutschland nachreisen. Allerdings nur bis zum 5. Januar. Dann wird Mohammad 18 und das Familienvisum erlischt.

Mohammad musste zwei Jahre zuvor aus Syrien fliehen. Seitdem sein
Vater spurlos verschwand, gab es für den damals knapp 16jährigen keine Sicherheit mehr. Die Söhne von Verschwundenen leben gefährlich. „Früher oder später hätten sie mich in die Armee gesteckt.“

Also sammelte die Familie das Ersparte zusammen und schickte den fort, der am meisten bedroht war. Als „unbegleiteter Flüchtling“ erreichte er Deutschland, über die Türkei, mit dem Schlauchboot, über Griechenland und die Balkanroute. Wenig später musste auch der Rest der Familie fort. Sie konnten sich in den Libanon retten.

Unsere Diakonie-Beratungsstelle hat Mohammad von Beginn an betreut. Fast zwei Jahre hat es gedauert, bis an jenem 2. Januar in der Flüchtlingsunterkunft bei seiner Mutter das Telefon klingelte.

Packen konnten sie nur das Nötigste. Noch in der Nacht fuhren sie nach Beirut zum Flughafen. Dass sie so kurzfristig noch eine Flugverbindung fanden, war großes Glück. Dass sie sie bezahlen konnten, wurde durch die Spenden unserer „Aktion Familien gehören zusammen“ möglich. Am 4. Januar gegen Mittag konnten sich Mutter und Sohn endlich wieder in die Arme schließen.

Abduls Vater fehlt. Wir wissen nicht, wie es ihm geht und ob er noch lebt. Aber Mutter und Söhne sind wieder vereint – ein Beispiel dafür wie Ihre Unterstützung wirkt.

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