Familiennachzug von Corona-Krise hart getroffen

Die Maßnahmen, die die Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen haben, wirken sich auch auf die schon seit Jahren getrennten Flüchtlingsfamilien aus. Der komplette Familiennachzug ist zum Erliegen gekommen.

Die meisten deutschen Auslandsvertretungen für Familiennachzugsangelegenheiten sind geschlossen: Es werden keine Termine für die Antragstellung mehr angeboten. Bereits angenommenen Anträge werden nicht bearbeitet. Termine, die zwecks Antragstellung mit jahrelangem Vorlauf gebucht wurden, sind auf Eis gelegt.

Aufgrund der Grenzschließung für alle Drittstaatsangehörigen ist nicht einmal klar, ob die Angehörigen, die nach einem jahrelangen bürokratischen Verfahren gerade ihre Visa erhalten haben, nun überhaupt einreisen dürfen.

Dabei ist die Situation der Angehörigen extrem: Sie überleben oft unter schwierigsten Bedingungen, ohne Schutzmaßnahmen und ohne ärztliche Behandlung als „Intern-Vertriebene“ in ihren Herkunftsländern oder in den Flüchtlingslagern der Nachbarländer.

Es geht um Binnenvertriebene in Syrien, wo das Gesundheitssystem nach neun Jahren Krieg nicht mehr existiert. Es geht um Vertriebene, die in selbst gebauten Hütten im Libanon ihr Leben fristen. Es geht um tausende eritreische Flüchtlinge im äthiopischen Exil und um somalische Flüchtlinge in Dadaab, dem größten Flüchtlingslager der Welt. Sie alle warten darauf ihr Recht auf Familiennachzug realisieren zu können.

Für diese Menschen ist die Aussicht auf ein baldiges Wiedersehen mit ihren Familien und auf Umsetzung ihres Grund- und Menschenrechts auf Familienleben erneut in weite Ferne gerückt.

Familien gehören zusammen! Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass Kinder bei ihren Eltern, dass Ehemänner bei ihren Ehefrauen leben können. Auch wenn wir derzeit keine Familien vereinen können: Wir stehen bereit und werden handeln, sobald es wieder möglich ist.

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